Gugulethu Duma

Gugulethu Duma (alias DUMAMA) ist eine in Berlin lebende südafrikanische Performerin, Komponistin und Stimmkünstlerin, die an der Schnittstelle von Klang, körperlicher Praxis und kulturellem Gedächtnis arbeitet. Aufgewachsen in einer Familie von Ritual- und Chorsängern, waren ihre frühesten Lehrer die Gemeinschaft, Zeremonien und das gemeinsame Gebet. Diese Grundlagen prägen bis heute eine Praxis, in der die Stimme sowohl Erbe als auch Erfindung ist.

Mit einem Masterabschluss in Ethnochoreologie und Ethnomusikologie betrachtet sie Klang sowohl als Forschungsgegenstand als auch als gelebte Erfahrung. Sie entwickelte „Ancestral Body Noise“, eine Methodik, die die Stimme nicht nur als Instrument, sondern auch als Archiv, Architektur und lebendigen Rhythmus versteht. Ihre Arbeit bewegt sich fließend zwischen jazzbeeinflusster Improvisation, Xhosa-Gesangstraditionen, dem Erfinden von Gesängen, Komposition, experimenteller Vokalität und Performance-Forschung.

Als Tournee-Künstlerin ist Gugulethu international in den Bereichen Live-Musik, Klangkunst, Film und im musealen Kontext aufgetreten. Ihre Arbeiten wurden auf Festivals und in Institutionen präsentiert, darunter das Rewire Festival in Den Haag, das Jazzfest Berlin, das Berlin Jazz Festival sowie auf kollaborativen Forschungsplattformen an der Akademie der Künste in Berlin. Sie hat Residenzen absolviert, darunter die Musicboard Berlin Residency und die Black Girls Glow Co-creation Residency in Accra, Ihre Auftritte fanden in Konzertsälen, alternativen Veranstaltungsorten, Galerien, Museen und ortsspezifischen Umgebungen in ganz Europa, den USA und Südafrika statt. Neben ihrer Konzerttätigkeit komponiert sie für Film- und interdisziplinäre Projekte und verwebt dabei die Stimme mit filmischen und installationsbasierten Formen.

Als Pädagogin arbeitet sie gleichermaßen mit Anfängern, Nachwuchskünstlern und etablierten Darstellern. Im Mittelpunkt ihres Unterrichts stehen ein körperliches Stimmbewusstsein, das Zuhören als beziehungsorientierte Praxis sowie expressive Selbstentfaltung, wobei sie Technik mit kulturellem und politischem Kontext verbindet.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht eine klare These: Die Stimme ist nicht vom Körper getrennt, und der Körper ist nicht von der Geschichte getrennt. Wenn wir singen, ordnen wir Erinnerung, Präsenz und Möglichkeiten neu.

At the core of her work is a clear proposition: the voice is not separate from the body, and the body is not separate from history. When we sing, we reorganise memory, presence, and possibility.

Kurse

  • Jazzgesang für Anfänger

  • Südafrikanische Gesangsstile

Sprachen

English